Folge 68 · 31. Oktober 2026 · 16 Min.

Dein Onlinekurs ist zu günstig. Woran erkennst du das?

Dein Onlinekurs verkauft sich ganz gut, deine Kundinnen sind zufrieden und trotzdem bleibt nach jedem Launch erstaunlich wenig übrig? Dann könnte dein Angebot schlicht zu günstig sein. In dieser Folge zeige ich dir vier Anzeichen dafür und wie du deinen Preis überprüfst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ist dein Kurs regelmäßig ausgebucht, kann dein Preis zu niedrig sein.
  • Passt dein Betreuungsaufwand nicht mehr zum Preis, musst du den Preis erhöhen oder den Umfang reduzieren.
  • Dein Preis sollte die Kundinnen anziehen, für die dein Angebot gedacht ist.
  • Ist dein Angebot über die Jahre gewachsen, überprüf auch deinen Preis.

1. Dein Kurs ist regelmäßig ausgebucht

Du hast 20 Plätze und jedes Mal melden sich deutlich mehr Menschen, als du aufnehmen kannst? Wenn die Nachfrage dauerhaft größer ist als dein Angebot, kann das ein Hinweis auf einen zu niedrigen Preis sein.

Gerade bei persönlicher Betreuung ist eine Preiserhöhung oft sinnvoller, als noch mehr Teilnehmerinnen aufzunehmen. Das heißt nicht, dass du deinen Preis direkt verdoppeln musst. Eine unserer Kundinnen hat ihren Preis zum Beispiel in mehreren Schritten um jeweils ein paar Hundert Euro angehoben.

Hast du über mehrere Launches eine stabile Nachfrage, teste einen höheren Preis.

2. Der Betreuungsaufwand passt nicht mehr zum Preis

Vielleicht ist dein Gruppenprogramm für 599 € mal mit einem Kursbereich und drei Live-Calls gestartet. Inzwischen gibt es eine Community, ein wöchentliches Live Q&A und persönliches Feedback.

Bei der Kalkulation solltest du deshalb nicht nur auf den Umsatz schauen, sondern auch auf das, was dich die Betreuung kostet. Dazu gehören externe Kosten und deine eigene Zeit. Bei 20 Teilnehmerinnen und 599 € machst du knapp 12.000 €. Investierst du danach über Monate jede Woche viele Stunden in die Betreuung, kann das wirtschaftlich schnell unattraktiv werden.

Dann hast du zwei Möglichkeiten: Du erhöhst den Preis oder du reduzierst den Betreuungsumfang. Immer mehr Leistung dazuzupacken würde ich dir nicht empfehlen. Mehr Betreuung bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis.

3. Dein Preis zieht nicht die richtigen Kundinnen an

Das war auch für uns eine schmerzhafte Erkenntnis. Manchmal ist ein Angebot nicht deshalb zu günstig, weil du zu wenig daran verdienst, sondern weil der Preis nicht zu deiner Positionierung passt.

Richtet sich dein Programm an fortgeschrittene Unternehmerinnen und kostet nur 1.000 €, ziehst du womöglich vor allem Menschen an, für die es noch gar nicht sinnvoll ist. Und die Fortgeschrittenen nehmen dein Angebot vielleicht gar nicht als intensive Unterstützung wahr.

Ein niedriger Preis ist nicht grundsätzlich schlecht. Ein kleines Produkt, das ein konkretes Problem löst, darf günstig sein. Versprichst du aber eine umfangreiche Transformation mit persönlicher Betreuung, sollte sich das im Preis widerspiegeln. Frag dich deshalb auch, welche Erwartungen du mit deinem Preis weckst und ob du damit die richtigen Menschen anziehst.

4. Dein Angebot ist gewachsen, dein Preis nicht

Du hast deinen Kurs vor zwei, drei Jahren entwickelt, seitdem neue Inhalte und Vorlagen ergänzt und die Betreuung verbessert. Auch deine Expertise ist gewachsen. Nur der Preis ist gleich geblieben, weil du dich an ihn gewöhnt hast.

Mehr Module bedeuten nicht automatisch mehr Wert. Entscheidend ist, ob deine Kundinnen dadurch bessere Ergebnisse erzielen, schneller vorankommen oder mehr Unterstützung bekommen. Wenn ja, kann eine Preiserhöhung absolut sinnvoll sein.

Dafür brauchst du keinen riesigen Relaunch. Du kannst im nächsten Live Launch einen neuen Preis einführen und transparent kommunizieren, dass sich dein Angebot weiterentwickelt hat. Für die Warteliste gibt es vielleicht noch den alten Preis.

Mehr dazu hörst du in dieser Folge: Wartelisten im Live Launch: Warum sie schlechter konvertieren und wir sie trotzdem empfehlen

So überprüfst du deinen Preis

Leg deinen neuen Preis nicht einfach aus dem Bauch heraus fest. Schau dir zuerst drei Dinge an:

  1. Profitabilität: Wie viel bleibt nach Werbekosten, Transaktionsgebühren, Teamkosten und deinem Betreuungsaufwand übrig?
  2. Nachfrage: Verkauft sich dein Angebot zuverlässig, oder hast du Schwierigkeiten, genügend Käuferinnen zu gewinnen?
  3. Passung: Passt dein Preis zu deiner Zielgruppe und zu dem Ergebnis, das du versprichst?

Verkauft sich dein Kurs aktuell kaum, liegt das Problem vielleicht eher an deiner Positionierung oder deinem Verkaufsprozess. Dein Preis ist immer Teil deiner gesamten Verkaufsstrategie.

FunnelMentoring

Gemeinsam deine Funnel-Strategie optimieren

Du möchtest dein Onlinekurs-Business strategisch weiterentwickeln, deine Angebote profitabler gestalten und deine Live Launches und Evergreen-Funnels so aufbauen, dass sie langfristig mehr Umsatz generieren?

Dann lass uns gemeinsam auf deine gesamte Verkaufsstrategie schauen.

Jetzt reinhören

Strategisch skalieren.

In „Strategisch skalieren“ teilen Johanna Hahn und Caro Möller aka. Die FunnelArchitektinnen praktische Live-Launch- und Evergreen-Strategien und bewährte Verkaufssysteme für Unternehmerinnen wie dich, die ihr Onlinekurs-Business profitabel und skalierbar aufstellen wollen.

Abonnier den Podcast und verpasse keine der täglichen Folgen.