Folge 33 · 26. September 2026 · 10 Min.
Du gibst Geld für Ads aus, um Menschen in dein kostenloses Webinar oder Launch-Event zu bekommen. Ein Teil dieses Geldes kann schon wieder hereinkommen, bevor du dein eigentliches Angebot öffnest. In dieser Folge schauen wir uns an, wann ein Tripwire nach der Event-Anmeldung sinnvoll ist, was du dort verkaufen kannst und welche Zahlen du neben der reinen Tripwire-Conversion im Blick behalten solltest.
Es gibt eine Stelle in deinem Live Launch, an der du möglicherweise schon Umsatz machen kannst, bevor du dein Hauptangebot verkaufst: direkt nach der Anmeldung zu deinem Launch-Event. Das ist egal, ob du eine Challenge, eine Videoserie oder ein Live-Webinar machst.
Mehr dazu hörst du in dieser Folge: Challenge als Launch-Event: Wann funktioniert sie besser als ein Webinar? – Einblick in ein Praxisbeispiel
Wir haben das in unseren eigenen Launches getestet. Menschen haben sich kostenlos zum Live-Event angemeldet und sind danach auf unserer Danke-Seite gelandet. Dort konnten sie sich ein kleines Eventpaket mit fünf Audios und der Aufzeichnung des Events kaufen. Das war kein riesiger zweiter Funnel. Gerade wenn jemand schon weiß, dass sie vielleicht nicht die ganze Zeit dabei sein kann, ist die Aufzeichnung ein guter Anreiz.
Das vertiefen wir in dieser Folge: Was gehört eigentlich auf deine Webinar-Danke-Seite?
Für die Danke-Seite haben wir ein schönes Mockup gebaut und eine ultrakurze Verkaufsseite geschrieben, die aus zwei Abschnitten bestand: einem Header und einem kleinen FAQ-Abschnitt. Das hat am Ende richtig gut funktioniert. Spannend finde ich vor allem, dass dieser Umsatz entstanden ist, bevor wir unser eigentliches Angebot verkauft haben.
Überleg einmal, was in diesem Moment passiert: Eine Person sieht deine Ad, klickt darauf, trägt ihre E-Mail-Adresse ein und meldet sich zu deinem Live-Launch-Event an. Damit signalisiert sie, dass sie das Thema interessiert und sie ein Problem hat, von dem sie hofft, dass du es lösen kannst.
Sie beschäftigt sich also gerade aktiv mit diesem Problem und hat eben eine Entscheidung getroffen. Wenn dann auf der Seite nur steht, dass die Anmeldung geklappt hat und sie in ihr Postfach schauen soll, ist das okay. Überleg dir aber lieber, ob es etwas Kleines gibt, das diese Person genau jetzt sinnvollerweise kaufen könnte.
Das Wort sinnvoll ist mir hier wichtig. Ich würde nicht einfach schauen, ob noch irgendein kleiner Kurs herumliegt, und ihn hinter das Webinar packen. Nur weil du ein Miniprodukt hast, ist es noch lange kein guter Tripwire für genau diesen Launch. Das Angebot muss logisch aus der Anmeldung heraus entstehen.
Die Person hat sich gerade für Thema A angemeldet. Was könnte ihr jetzt helfen, sich besser auf das Webinar vorzubereiten, einen ersten Schritt in Thema A zu machen, schneller ins Thema einzusteigen oder mehr aus deinem Event herauszuholen? Bei uns war das Eventpaket deshalb naheliegend: Du meldest dich sowieso zum Event an, sicherst dir die Aufzeichnung und steigst mit den Audios direkt tiefer ins Thema ein.
Der Tripwire darf ein richtig gutes Produkt sein, er sollte aber einen kleineren, klar abgegrenzten Job haben. Deshalb würde ich nicht versuchen, schon die gesamte Lösung hineinzupacken. Er soll Vorarbeit leisten und deinem Hauptangebot nicht die Arbeit wegnehmen.
Ein Tripwire sollte keine zweite große Kaufentscheidung aufmachen. Wenn dein Hauptprogramm zum Beispiel zwei-, drei- oder fünftausend Euro kostet und du direkt nach der Webinaranmeldung noch ein 700-Euro-Angebot platzierst, ist das eine ganz andere Situation. Die Idee ist gerade, dass die Entscheidung relativ leicht fällt.
Günstig muss nicht bedeuten, dass du ein gutes Produkt verramschst. Es muss nur einen nachvollziehbaren Grund geben, warum dieses Angebot genau jetzt besonders attraktiv ist. Das kann ein besonderer Preis sein, die Ersparnis muss dabei gar nicht absolut hoch sein. Du kannst auch einen Bonus anbieten, das Produkt nur in diesem Zusammenhang verkaufen oder das Angebot nur für eine bestimmte Zeit verfügbar machen.
Wenn du mit Verknappung arbeitest, muss sie bitte echt sein. Ein Countdown-Timer auf der Danke-Seite muss auch wirklich ablaufen. Wenn dort steht, dass es dieses Angebot nur hier gibt, und ich es drei Klicks später zum gleichen Preis auf deiner Website finde, macht dich das bei deiner Zielgruppe unglaubwürdig.
Mach aus dieser Seite bitte nicht die nächste große Salespage. Die Person ist ursprünglich gar nicht mit einer Kaufabsicht gekommen, sie wollte sich nur für dein kostenloses Event anmelden. Sie muss deshalb innerhalb weniger Sekunden verstehen:
All diese Argumente gehören für mich relativ weit nach oben auf die Seite.
Wenn du Ads für deinen Launch schaltest, kann dein Tripwire einen Teil deiner Ad-Kosten refinanzieren. Ein vereinfachtes Beispiel: Du gibst 3.000 Euro für Ads aus, und dein Tripwire macht während der Anmeldephase schon Umsatz. Deine Ads sind damit natürlich nicht praktisch kostenlos, denn es kommen Zahlungsanbieter, gegebenenfalls Steuern und Kosten fürs Produkt dazu. Du hast aber bereits Umsatz erzeugt, bevor dein eigentliches Programm verkauft wird.
Tracke das bitte regelmäßig und hör nicht auf, sobald du die Conversion deines Tripwires kennst. Viel wichtiger ist die Frage, was diese Menschen später machen: Kaufen Tripwire-Käuferinnen dein Hauptprodukt häufiger, genauso häufig, oder hast du ihnen aus Versehen schon so viel gegeben, dass es ihnen erst einmal reicht?
So gehst du bei deinem nächsten Live Launch vor:
Launch it!
Dann brauchst du nicht automatisch mehr Webinar-Anmeldungen.
In Launch it! finden wir heraus, wo du gerade Käuferinnen verlierst, und entwickeln mit unserem Live-Launch-System einen Verkaufsprozess, der mehr deiner Leads in zahlende Kundinnen verwandeln soll.
Mit sechs Monaten Begleitung, konkreten Vorlagen und regelmäßigem Feedback von Caro und Johanna auf deinen eigenen Launch.
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Folge 33Tripwire im Live Launch: Kann dein Launch-Event seine Ads …